Die Geschichte der Shisha

Erklärung – Die Shisha

Eine Shisha, auch Nargile oder Wasserpfeife genannt, ist eine arabische Wasserpfeife, durch die meist feuchter aromatisierter oder nicht aromatisierter (traditionell) Shisha-Tabak geraucht wird.

Geschichte der Wasserpfeife

Um die eigentliche Herkunft der Shisha streiten sich die Forscher. Die erste Shisha soll Ihren eigentlichen Ursprung in Indien haben, dort wurde aus einer simplen Konstruktion, welche angeblich aus einer Kokosnuss mit einem darin steckenden Bambusrohr bestand die erste Wasserpfeife gebaut.

Die Shisha, wie wir sie heutzutage kennen, wurde im 16. Jahrhundert in Ägypten erfunden. Sie wurde fester Bestandteil der Gesellschaft und die Popularität der Shisha wuchs somit in großen Teilen der arabischen Welt. Somit wurde die Shisha schnell ein fester Bestandteil der arabischen Kultur; das gemeinsame Rauchen war und ist bis heute ein Symbol für eine ausgeglichene Lebensweise, für Gastfreundschaft und Geselligkeit. Das Rauchen der Shisha wird häufig in Kaffeehäusern zelebriert, so ist das Shisha-Rauchen oft ein gesellschaftliches Ereignis, dass Familie und Freunde zusammenbringt. Beim traditionellen Rauchen wird oft süßes Gebäck gegessen und Schwarzer Tee oder Kaffee dazu getrunken.

Im 20. Jahrhundert wurde diese auch in die westliche Welt exportiert als Alternative zur Zigarette & Zigarre und erlebte damit eine Wiederauferstehung. Sie wurde von der jüngeren arabischen und westlichen Generation wiederentdeckt und entwickelte sich zum Lifestyle-Objekt. Somit wurden in den letzten Jahren in Großstädten wie z.B. Dubai, Istanbul, Kairo, und Berlin gehäuft Shisha Cafés eröffnet, in welchem sich Jugendliche und junge Erwachsene treffen. Eine Erklärung dafür, dass Wasserpfeifen so gut ankommen könnte sein, dass die Shisha als Kontrast zum immer hektischeren Alltag darstellt. Denn Shisha rauchen bedeutet für die meisten Entspannung, Gemeinschaft, Zeit und Erholung.

Etymologie – Namensenwicklung

Der Ursprung des Wortes Shisha liegt im persischen schische und steht für das Wort Glas. Im Laufe der Zeit kam das Wort ins Türkische sise (Flasche) sowie ins Arabische sisa, was jedoch das Objekt die Glas-Bowl bzw. die Shisha als Ganzes bezeichnet wird.
Weiterhin nennt man im Türkischen die Wasserpfeife nargile. Dieser Begriff geht auf das persische Wort Nargile (Kokosnuss) und letztendlich auf das Sanskrit-Wort (Alt-Indisch) narikela zurück, welches ebenfalls Kokosnuss heißt und wie im geschichtlichen Teil erwähnt auf die Herkunft der Shisha zurück führen könnte.

Im Arabischen bestehen weitere Bezeichnungen wie argile für die verschiedenen Shisha-Typen. Im Sudan und Ägypten bezeichnet man eine kleine transportable Pfeife welche dort auch oft zum rauchen von Haschisch verwendet wird goza. Die indische Bezeichnung huka oder auch hukka wurde z.b. ins Englische übernommen (geschrieben hookah).

Einzig im Iran (Persien) wird die Wasserpfeife ungeachtet aller Transkriptionen und etymologischen Herleitungen als Ghalyun bezeichnet.

Aufbau & Funktionsweise einer Shisha

Der Aufbau einer Shisha ist eigentlich relativ simpel. Im oberen Bereich befindet sich der Tabakkopf, in welchem sich der feuchte Wasserpfeifentabak befindet. Dieser wird auf die Rauchsäule aufgesteckt. Optional kann über diesen ein sogenannter Windschutz gestülpt werden, welcher eine Wärmeglocke erzeugt bzw. vor Wind schützt. Zwischen dem Tabakkopf und der Rauchsäule befindet sich noch ein Kohleteller, welcher zum Ablegen und zum Schutz von herunterfallender Kohle vorgesehen ist. Im unteren Bereich der Rauchsäule befindet sich jeweils der Ausgang für den Shisha-Schlauch und je nach Modell ein Rückstoßventil, welches die Funktion hat, dass wenn man in den Schlauch pustet kein Wasser in die Rauchsäule bzw. den Tabakkopf gedrückt wird.

Bildquelle: Andreas Döbeling  / pixelio.de

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